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Das NAG
NEPAL - Strassenkinder in Not
Nepal
liegt südlich des Himalaya-Hauptkette und grenz in Norden an Tibet, im Westen, Suden und Osten an Indien. Das Land selbst verfügt über natürliche Reichtümer, aber Armut bestimmt das Leben der Menschen: Etwa 75 Prozent der rund 20 Mio. Nepalesen können weder lesen noch schreiben. Daraus resultiert die grosse Zahl an Strassenkindern, welche die Märkte and Tempelplätze der Hauptstadt Kathmandu mit ihren 420,000 Einwohner bevölkern. Diese Kinder können sich nur durch stehlen and betteln über Wasser halten. Die Nächte verbringen sie mit knurrendem Magen notgedrungen auf der Strasse. Ausser Hunger kennen diese Kinder nichts - ihre Zukunftsperspektiven sind bedrückend und ersticken jede Hoffnung im Keim. Nur mit fremder Hilfe kann einem, wenn auch kleinenTeil der Bedürftigen eine menschliche Zukunft geboten werden.
Am Anfang
Nicole Wick (-Thakuri) kam 1992 als 23-jährige aus der Schweiz nach Kathmandu und arbeitete als Volontärin mit Strassenkindern. Ihr wurde schnell bewusst, dass ihre Bestimmung bei diesen Kindern und nicht in einem Ingenieursstudium lag.
Sie eröffnete im September 1993 „Nawa Asha Griha“ („Heim neuer Hoffnung“). Spenden aus der Schweiz und von „Les Enfants du Nepal“ aus Frankreich ermöglichten das mutige Unterfangen, und sie konnte zunächst sechs Kindern ein Dach über dem Kopf bieten. Man schlief auf dem Fussboden, bis die Betten angefertigt waren.
Heute
Heute leben 164 Kinder im Heim. 161 Kinder aus ärmsten Verhältnissen gehen zusätzlich in die Tagesschule. All dies in einer familiären Atmosphäre, in der jeder seine Rechte und Pflichten wahrnimmt.
Das NAG ist gut organisiert: Beim Wachen und Putzen helfen die Kinder fleissig mit. Das Alter der Kinder liegt zwischen einem und 20 Jahren. Oft kennen die Kinder ihr eigenes Geburtsdatum nicht so genau.
Die Schule

Seit März 1995 arbeiten Lehrer engagiert an einem Unterrichtsprogramm, das unter anderem Nepalesisch, Englisch, Mathematik, Geometrie und Sozialkunde umfasst. Seit 1998 ist die Schule staatlich anerkannt.
"Für viele sichert diese Mahlzeit ihr überleben, doch auch der Wissenshunger ist kaum zu bremsen".
Für die Altersgruppen der über 14-jährigen gibt es zur Entwicklung diverser Fertigkeiten Lehrwerkstätten mit Fachlehrern: Handarbeit, Tanka Malerei, Kochen und Musik. Bücher findet man in der Bibliothek und im Aufenthaltsraum. Für die sportlichen Aktivitäten, wie Fussball und Taekwondo, ist Platz im Freien.
Mitte 2002 ist das Heim vom kriminellen Ort Tinchuli in die sichere Nachbarschaft von Sanepa umgezogen. Der Mietvertrag wurde kurzfristig auf April 05 gekündet. Dank einer anonymen Spende konnte eine leer stehende Fabrik ausserhalb Kathmandu gekauft werden, in welcher alle NAG-Kinder seit July 2006 wohnen und zur Schule gehen. Die Tagesschüler werden täglich mit dem Bus nach NAG und am Abend wieder zurück in die Armenviertel gefahren.
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Links die erste Unterkunft bis 2002. Rechts die der Innenhof des heutigen Heimes 2007 |
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