Jahresbericht 2014

Liebe Paten, Gönner und Freunde von NAG

Im Jahre 1993, als Nicole bei sich 6 Kinder aufnahm, hätte sich niemand träumen lassen, dass das NAG im Jahr 2014 250 Kindern ein Zuhause und eine umfassende Schulbildung geben würde. Dazu kommen täglich noch 150 Kinder aus Armenvierteln zur angegliederten Schule und bekommen damit bessere Chancen für ihre Zukunft.

Nebst diesen 400 Heim- und Tagesschülern gibt das NAG auch noch 350 weiteren Kindern durch die Übernahme des Schulgeldes die Möglichkeit, lokale Schulen in der Nähe besu- chen zu können. Das war und ist nur durch IHRE treue Unterstützung möglich.

Das 21. Jahr von NAG war ein weiteres ereignisreiches Jahr, welches trotz ernsthafter bau- licher Probleme, Erdbeben, Überflutungen und Ersatz der alten Schulräume gut und effizient über die Runden gebracht wurde.

Im vergangenen Jahr haben 22 Kinder den offiziellen Schulabschluss, Klasse 10, bestanden. Die meisten Schüler werden noch die Klassen 11 und 12 absolvieren. Im 2014 haben erst- mals einige Schüler die Klasse 12 abgeschlossen. Einige haben das NAG nach dem Schul- abschluss verlassen, um auswärts eine Stelle anzunehmen, unabhängig zu sein oder auch um zu heiraten. Eine junge ex-NAGerin hat sogar vor einigen Wochen ihren eigenen Schön- heitssalon eröffnet.

Im vergangenen Jahr haben wir im NAG eine Krankenstation mit 4 Betten eingerichtet, wel- che von der Ärztin Dr. med. Sapana geführt wird. Mit der Unterstützung von Gönnern durfte Sapana in Bangladesh Medizin studieren. Mittlerweile ist sie als ausgebildete Ärztin ins NAG zurückgekehrt. Zur Seite steht ihr eine ausgebildete Krankenschwester, welche ebenfalls durch Ihre Unterstützung diese Ausbildung machen durfte. Beide haben eine Anstellung in einem nahe gelegenen Spital, wohnen jedoch im NAG und sind nebst ihrer auswärtigen An- stellung 24 Stunden auf Abruf. Nun können vermehrt medizinische Notfälle direkt im Heim behandelt werden und postoperative Pflege kann ebenfalls professionell im NAG erfolgen, was Krankenhauskosten spart.

Wie in jeder Familie müssen verschiedene Hausarbeiten erledigt werden, sei das Geschirr- spülen, Küchenarbeit, Reinigung und Unterhalt von Räumlichkeiten und auch auf dem Grundstück, Mithilfe bei der Betreuung von Kleinkindern und verschiedenen Haustieren. Selbstverständlich packen hier alle NAG-Kinder an.

Die Hälfte der heutigen NAG-Lehrerschaft ist im NAG aufgewachsen und hat eine Lehrer- ausbildung absolviert und abgeschlossen. Alsdann haben sie sich entschlossen ihr Wissen den neuen NAG-Kindern weiterzugeben. Diese ehemaligen NAGer verstehen die Mentalität der Strassenkinder, die Heimregeln und auch, die Kinder bei allfälligem Fehlverhalten ge- waltfrei zu disziplinieren.

Alle Kinder erfreuen sich an den gebotenen Freizeitaktivitäten, wie z.B. verschiedene Sport- arten inkl. Basketball (die NAG-Mannschaft ist Gewinnerin der Kathmandu Championship), Töpfern, Schreinern, Malen, Musik, Teppichknüpfen und Mechanisches. Verschiedene Vo- lontäre, welche in der Schule ein Praktikum machten, haben ihr Können in verschiedensten hand- und kunsthandwerklichen Workshops weitergegeben. Unsere handwerklichen Pro- gramme konnten neu mit Workshops zum Reparieren von Mobiltelefonen erfolgreich erwei- tert und umgesetzt werden.

Die vielen Paten, Gönner und Reisenden, welche im Laufe des Jahres das NAG besucht haben, bereichern durch ihren Kontakt mit den Kindern das Leben im NAG, und sie können sich von der glücklichen Heim-Atmosphäre persönlich überzeugen und tragen so zur weite- ren Bekanntheit vom NAG bei.

Allen Paten, Gönnern und Spendern, welche unsere Kinder und das NAG in verschiedenster Art unterstützen und sich in Zeiten des Glücks, der Trauer und anlässlich verschiedenster Veranstaltungen des NAG erinnern und Geld sammeln danken wir von Herzen. Mit dieser Unterstützung können wir weiterhin vielen Kindern ein „HOME OF NEW HOPES“ geben.

Danyabat, herzlichen Dank, Merci, Thank you und mit den allerbesten Wünschen für ein gesundes und glückliches 2015

Nicole Thakuri-Wick, alle NAG‘ers und der Stiftungsrat

Den ganze Jahresbrief als pdf-Datei finden Sie hier:

Jahresbrief 2014

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