NAG-Update während des Corona-Lockdowns

Im NAG hat sich seit dem Nepal-Lockdown vom 19. März 2020 einiges verändert. Die Schulen wurden landesweit geschlossen, was bedeutet, dass alle 250 TagesschülerInnen die NAG-interne Schule momentan nicht besuchen können. Auch für alle im Heim lebenden Kinder findet kein normaler bzw. ein sehr reduzierter Unterricht statt, denn von all den im NAG tätigen Lehrpersonen wohnen gerade einmal drei im NAG selber. Aus diesem Grund hat Nicole entschieden, selber als Lehrerin aktiv zu werden und unterrichtet nun Schülerinnen der 6.-10. Klasse in Geschichte und Aktuellem. Die drei im NAG lebenden Lehrpersonen werden zusätzlich unterstützt von älteren NAGern, die weiterführende Schulen besuchen und im Moment selber auch nicht zur Schule gehen können. Aber so können die Heimkinder weiterhin lernen und haben einen strukturierten Tagesablauf.

Insbesondere die TagesschülerInnen bereiten Nicole aber Sorge, denn sie kann, bedingt durch den Lockdown, keinen Kontakt zu ihnen aufnehmen. Diese Kinder verfügen über keine Möglichkeiten einem Fernunterricht zu folgen. Wir sind aber daran, eine Idee auszuarbeiten, damit auch diesen Kindern wieder Zugang zu Bildung ermöglicht werden kann.

Da die nepalesische Regierung keinen Fahrplan in Bezug auf den Lockdown kommuniziert hat, weiss Nicole nicht, wann sie die Schule wieder öffnen kann. Sie vermutet, dass es jedoch noch einiges länger dauern wird als hier bei uns in der Schweiz. Die Massnahmen sind sehr strikt. Man darf nur in seiner unmittelbaren Nachbarschaft einkaufen, sonst muss man aber zu Hause bleiben. Auch wurde unseren NAGern das Basketballspiel auf dem hauseigenen Platz polizeilich verboten, weil keine Menschenansammlungen erlaubt sind. Damit Sie einen besseren Einblick in den Alltag von NAG während dieser Zeit erhalten, hat Nicole heute einen neuen Video erstellt, den Sie hier schauen können:

Erfreulich ist, dass das NAG ein Projekt finanziell unterstützt, welches mehr als 50 sehr armen Familien ermöglicht hat, sich für einen Monat mit Grundnahrungsmitteln zu versorgen. Diese Familien haben momentan keine Arbeit und kein Einkommen, was für sie katastrophale Folgen hat. Sie leben von der Hand in den Mund und sind NAG sehr dankbar. Falls Sie mehr darüber lesen oder diese Familien auch unterstützen möchten, finden Sie hier:

NAG hilft Familien in Not während des Lockdowns

Die Coronakrise führt auf dem ganzen Planeten zu neuen Herausforderungen. Auch wir in der Schweiz kämpfen mit dieser ausserordentlichen Situation. Und doch geht es den meisten von uns in der Schweiz besser als in Ländern wie Nepal. Wir können leider gerade nicht zu unserem Lieblingsitaliener gehen und auch Kino- oder Theaterbesuche sind nicht möglich. Da wäre es doch eine tolle Idee, Sie würden die eingesparten 50 Franken stattdessen spenden, falls es Ihnen möglich ist! Damit kann im NAG wieder ein Sack Linsen oder zwei Säcke Reis mehr gekauft oder einer bedürftigen Familie für eine gewisse Zeit der Einkauf von Grundnahrungsmitteln ermöglicht werden.

Damit Sie sich etwas besser vorstellen können, was mit Ihren Spendenbeiträgen im NAG ermöglicht werden kann, hier ein paar Beispiele:

  • ein Sack Linsen à 25kg kostet CHF 35. Ein solcher Sack Linsen reicht jeweils im NAG eine Woche um alle zu ernähren (über 200 Kinder).
  • Ein Sack Reis kostet CHF 15. Pro Woche braucht NAG für alle 14 Säcke Reis. Das macht CHF 210.--. Oder eine bedürftige Familie kann zwei Wochen davon leben.
  • Die Kosten für ein Kind im NAG belaufen sich monatlich auf rund CHF 85. Darin enthalten sind auch die Schulkosten.

Sollten Sie sich zu einer solchen Spontanspende entscheiden, können Sie diese gerne auf unserem Spendenkonto vornehmen:

Strassenkinder Hilfswerk NAG

Postcheck Konto: 87-311900-9

IBAN: CH41 0900 0000 8731 1900 9

Hier erhalten Familien ihre Ration an Grundnahrungsmitteln. Dank Ihren Beiträgen ist dies möglich.

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